Phantasie kennt keine Grenzen...

Die Montessorischule Hohenbrunn veranstaltet traditionell zum Tag des Buches am 23. April einen Lesetag mit verschiedenen AutorInnenlesungen für die gesamte Schule.

Nachdem uns im letzten Jahr Corona kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, haben wir unseren diesjährigen Lesetag einfach digital geplant und durchgeführt.Eine geglückte Premiere, wenn wir uns auch alle sehr wünschen, nächstes Jahr wieder live dabei sein zu können!

 

Vier GastautorInnen haben unsere SchülerInnen in spannende Phantasiewelten mitgenommen:

  • Für die Klassen 1/2: Sabrina Kirschner   "Die unlangweiligste Schule der Welt"

„Bitte leise atmen!“ heißt es für Maxe, Frieda und ihre Klasse in der unlangweiligsten Schule der Welt. Ein Fall für Inspektor Rasputin Rumpus von der Behörde für Langeweilebekämpfung! Den sieht Maxe zum ersten Mal, als er vor dem Büro des Direktors warten muss, weil Frieda, die Neue aus der Klasse und auch noch seine neue Nachbarin, ihn verpetzt hat. Ungeheuerlich! Und das, obwohl Maxes Schule wirklich zum Einschlafen ist: Es gibt über 777 Schulregeln und achtmal täglich Mathe! Doch dann schickt der geheimnisvolle Inspektor die Klasse auf Klassenfahrt. Maxe platzt fast vor Glück: Endlich ist mal was los!

Auch für Sabrina Kirschner war es eine Premiere, Ihre Lesung via Teams anzubieten. Das ist ihr – wie wir finden – ausgezeichnet gelungen! Sogar den Pupsschleim und den Look von Rasputin Rumpus kennt jetzt jeder. Und auch die Katze Knutschi wurde schnell ins Herz geschlossen.

  • Für die Klassen 3/4: Thomas Unger   „Keiner hält Don Carlo auf“ von Oliver Scherz 

Der Welt ist wie er ist, kannst du nicht ändern!“, sagt Pietro in der Pizzeria nebenan immer. Doch damit will der 11-jährige Don Carlo sich einfach nicht mehr zufriedengeben. Heute wird er seinen Papa nach Bochum zurückholen: aus Palermo. Komme, was wolle. Also geht es mit dem Zug nach München, dann weiter nach Rom und Neapel und schließlich mit der Fähre rüber nach Sizilien. Und das alles heimlich und ohne eine Fahrkarte. Da gilt es, zahlreiche Abenteuer zu bestehen und sich nicht entmutigen zu lassen. Mal wird Dons Geld von einem Taxifahrer gestohlen, mal vergisst der Junge seinen Koffer auf der Toilette. Aber zum Glück sind da immer wieder außergewöhnliche Menschen, die Don helfen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Und auch die ein oder andere lustige Ausrede wie `der Hund hat die Fahrkarte gefressen` helfen dem 11-Jährigen aus der Klemme.

„Ich liebe dieses Buch für die Momente, bei denen es aus einer scheinbar aussichtslosen Situation doch noch einmal einen Ausweg gibt“, sagt Schauspieler Thomas Unger, der das Buch „Keiner hält Don Carlo auf“ geschrieben von Oliver Scherz für die 3. und 4. Klassen mit viel Herzblut und italienischem Sound vorgelesen hat.

  • Für die Klassen 5/6: Harald Parigger  "Safranmord"

Jetzt soll noch einer behaupten, Geschichte sei langweilig! Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, gehörte Geschichte sicherlich nicht zu meinen Lieblingsfächern. In seiner Lesung für die 5. Und 6. Klassen „Safranmord“ läßt Herr Parigger sie jedoch ausgesprochen lebendig werden. Mit seiner sehr sympathischen und kurzweiligen Art war die Lesestunde über seinen Mittelalterkrimi schnell verflogen und macht definitiv Lust auf mehr!

  • Für die Klassen 7-10: Antonia Lunemann "Texte aus dem Poetry Slam

„Und dann kommst du ums Eck und hast mich ernsthaft, ohne einmal nachzudenken, gefragt, ob auf ‘ner Montessorischule nicht nur Behinderte rumlaufen, die sich Leinenhosen kaufen, ihren Namen tanzen und den ganzen Tag statt Unterricht nur Blümchen pflanzen.“ Antonia Lunemann.

Antonia Lunemann - Slam Poetin, Schauspielerin, Musikerin und eine ehemalige Schülerin unserer Monte. Am Lesetag hat sie für die Klassen 7-10 ein paar ihrer selbstgeschriebenen Slams zum Besten gegeben. Lyrik mal anders: mit schönen, ehrlichen Texten, die etwas mitteilen und genügend Raum für eigene Gedanken lassen.

Zwischen den Gedichten hat sie sich die Zeit genommen und ein paar Fragen beantwortet. So hatten die Schüler die Gelegenheit zu fragen, wie das mit dem Rhythmus, dem Flow geht, welche Texte am besten ankommen und ob sie es beruflich macht. Sie gab einen Überblick über die verschiedenen Stimmen, Themen und Stile des Poetry Slam und machte Mut sich selbst auszuprobieren, auch in Workshops.

 

Es war ein sehr unterhaltsamer Vormittag. Die Geschichten waren toll und wir konnten unsere Fragen an die AutorInnen alle loswerden.

Für ein paar Stunden konnten wir Corona vergessen und in herrliche Welten eintauchen.

Vielen Dank an die AutorInnen und VorleserInnen - wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!