Montessorischule Hohenbrunn erhält Auszeichnung zur „Fairtrade-School“

Auszeichnung der Montessorischule Hohenbrunn am 24. Juli:
Wichtiges Engagement auch in Zeiten von Corona, Schulen leisten konkreten Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Montessorischule Hohenbrunn wurde heute am, 24. Juli, als 793. Schule mit dem Titel ausgezeichnet. In Zeiten von Corona erfolgt die Auszeichnung digital. Dem gemeinsamen Einsatz des Fairtrade-Schulteams ist es zu verdanken, dass der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des schulischen Alltags integriert wurde. Die Schulleiterin Frau Walburga Kortz sagte: „Wir an der Montessorischule Hohenbrunn tragen hiermit unseren Teil dazu bei, das Bewusstsein für einen gerechten Welthandel zu stärken.“

Dass die Idee funktioniert, zeigt das große bundesweite Interesse von Schulen jeder Schulform und Größe. Derzeit gibt es in Deutschland 793 Fairtrade-Schools, davon 271 in Bayern.

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair freut sich über das junge Engagement für den fairen Handel. „Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die Entscheider von morgen. Wenn wir es schaffen, dass nachkommende Generationen ein Verantwortungsbewusstsein für faire Produkte und nachhaltigen Konsum entwickeln, kommen wir dem fairen Welthandel ein großes Stück näher“, so Overath weiter.

Seit 2012 engagieren sich Schüler und Lehrer mit der Fairtrade-Schools-Kampagne bundesweit für einen gerechteren Handel. Als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ trägt die Kampagne dazu bei, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), umzusetzen: Die Schulen verankern den fairen Handel im Schulalltag und schaffen bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ein Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus zeigt die Kampagne konkrete Handlungsoptionen auf. Für den Titel Fairtrade-School müssen sie fünf Kriterien erfüllen: Zunächst muss sich ein Fairtrade-Schulteam gründen und im sogenannten „Kompass“ die Ziele als zukünftige Fairtrade-School festgehalten werden. Neben dem Einsatz von fairen Produkten an der Schule wird der faire Handel im Unterricht behandelt und mindestens eine Veranstaltung zum fairen Handel wird im Schuljahr organisiert.

Wie die Montessorischule zur Fairtrade Schule wurde

Ein kleiner Film zeigt, wie die Montessorischule zur Fairtrade Schule wurde.

Unser Fairtrade-Kompass

Mit der Auszeichnung zur „Fairtrade-School“ bestätigen wir unser Engagement für den fairen Handel und leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von benachteiligten Bauern- und Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika.


Wir wollen erreichen, dass durch vielfältige Aktionen der Gedanke des fairen Handels bei allen unseren SchülerInnen, Lehrkräften und Eltern bekannt und vertraut wird.

Die Zielgruppe ist vor allem die jungen Heranwachsenden, aber auch deren Eltern. Schwerpunktthema ist der Verkauf von fair gehandelten Waren am Schulkiosk und den Ersatz konventioneller Produkte durch die Verwendung von fair gehandelten Produkten auf allen unseren Schulveranstaltungen und der Ersatz unserer Schul-T-Shirts und Hoodies durch fair gehandelte Kleidung.  Die Herausforderung dabei wird sein die Elternschaft von eventuell höheren Preisen zu überzeugen und die Überzeugungsarbeit nachhaltig zu gestalten, was uns aber durch die vielfache Einbindung in den Schulalltag gelingen sollte.

Als Fairtrade-School setzen wir uns dafür ein, dass an unserer Schule der faire Handel gefördert wird. Wir werden so viele fair gehandelte Produkte wie möglich an unserer Schule anbieten: im Lehrerzimmer mit Fairtrade-Kaffee und Tee, fair gehandelten Orangensaft, am Schulkiosk, wobei wir dort schon viel fair gehandelte Riegel anbieten, auf dem Sommerfest mit Fairtrade-Prosecco, wo es auch einen Crepe-Stand mit fair gehandelter Nussnugatcreme geben wird und einem Fairtrade-Stand auf dem Tag der offenen Tür und fair gehandelten Getränken an Elternabenden.

Der faire Handel soll außerdem auch im Unterricht eine Rolle spielen, so dass Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer mit dem Thema vertraut werden. Im Rahmen der „Kosmischen Erziehung“ war Maria Montessori, die Namensgeberin unserer Schule, die Umwelt- und Friedenserziehung ein großes Anliegen. Ihre kosmischen Erzählungen vermitteln Kindern auf altersgemäße Art und Weise die vielfältigen Zusammenhänge innerhalb der Erd- und Menschheitsgeschichte. Zu Maria Montessoris Lebzeiten war die Globalisierung im heutigen Ausmaß natürlich kein Thema; den Fair-Trade-Gedanke sehen wir jedoch durchaus hier verankert, ebenso wie auch andere Herausforderungen im Bereich der Umwelt- und Friedenspädagogik, die von den heutigen und den nachfolgenden Generationen bewältigt werden müssen. So werden wir Unterrichtseinheiten im Rahmen der Kosmischen Erziehung in der Primarstufe (hier werden das die SchülerInnen des Fairplay-Teams anhand von Vorträgen übernehmen) und in der Sekundarstufe im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts durchführen.

Mehr zum Thema Fairtrade Schulen erfahren

Wen es interessiert, kann auch die Blogeinträge unserer und vieler anderer Schulen zu durchgeführten Aktionen nachverfolgen, hier der Link dazu: https://blog.fairtrade-schools.de/