Klimaschutz schmeckt!

Klasse E begleitet durch die Ausstellung der Verbraucherzentrale Bayern

„Mmmh ! Die schmeckt ja richtig lecker. Und da ist wirklich kein Fleisch drin?“, so eine Reaktion eines Schülers auf eine vegetarische Mortadella. Diese war ein Teil eines Klimafrühstücks, dass die Klassen D und E zum Abschluss der Ausstellung „Klimaschutz schmeckt“ veranstalteten (siehe Foto). Dort wurden viele klimafreundliche Produkte, wie Äpfel vom heimischen Garten, Birnen und Trauben aus Deutschland, Brot und Semmeln vom Bäcker um die Ecke angeboten. Die Kinder durften aber auch gesunde Brotaufstriche und vegetarische Brotbeläge mit den weniger klimafreundlichen Produkten, wie Butter oder Salami vergleichen. Das Fazit war einhellig: Wir können auch über unsere Ernährung zum Klimaschutz beitragen und es schmeckt auch noch lecker.

Was aber haben Butter, Erdbeeren und Rindersalami mit Klimaschutz zu tun? Wie beeinflussen Ernährung und Landwirtschaft den Ausstoß von Klimagasen?. Wir stehen an der Gemüsetheke und kaufen was uns schmeckt. Die Wenigsten denken darüber nach, was saisonal angeboten werden kann und was da wirklich alles angeboten wird. Dabei hat die Ernährung einen erheblichen Anteil am Treibhauseffekt, vor allem bei der Erzeugung und Verarbeitung der Lebensmittel – vom Anbau bis zur Küche. 20 % der Treibhausgase vor Ort entstehen, so die Verbraucherzentrale Bayern, wenn Lebensmittel erzeugt, verarbeitet, gelagert, transportiert, gekühlt und am heimischen Herd zubereitet werden. Essen und Klimaschutz hängen also eng zusammen. Aber der bewusste Verzehr von Nahrung als Mittel des Klimaschutzes noch nicht in den Köpfen verankert.

Um das ein wenig bewusster zu machen, organisierten die Schülerinnen und Schüler der 5.-7. Jahrgangsstufe der Montessorischule Hohenbrunn (Klasse E) im Rahmen des Natur und Technik-Unterrichtes  die Ausstellung "Klimaschutz schmeckt" und konnten als Experten ihren MitschülerInnen von Primar- und Sekundarstufe beispielweise erklären warum Erdbeeren im Winter aus Südafrika schädlich für das Klima sind oder der Fleischkonsum, vor allem von Rindfleisch viel für Zunahme der Treibhausgase verantwortlich ist. Die SchülerInnen wissen nun, warum die Herstellung fetthaltiger Milchprodukte klimaschädlich ist und warum Bio-Produkte einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
 
Rundherum ein gelungenes Projekt, bei dem uns wieder einmal das große Wissen aller SchülerInnen zum Thema beeindruckt hat.

Ruth Bug und Gaby Krummeck-Weiß