Einladung zur Kleidertauschparty in unserer Schule (II) 

Wann:         Samstag 09.11.2019

                   11-13 Uhr

Wo:             Turnhalle 

Das Tauschkonzept: 

  • Alle Kinder, Jugendlichen, Eltern und Lehrer*innen unserer Schule dürfen teilnehmen. Du kannst auch zuverlässige Freunde von außerhalb mitbringen. Du kannst Klamotten abliefern, ohne etwas mit zu nehmen. Du kannst bringen und tauschen. Du kannst aber auch nur kommen, um nach Schnäppchen zu suchen. Voraussichtlich bleibt am Ende viel übrig, dann kannst du dir auch etwas nehmen ohne etwas gebracht zu haben.

  • Jeder kann 15 verschiedene, gut erhaltene und hochwertige Teile mitbringen, welche er bereit ist weg zu geben. (Oberteile, Hosen, Röcke, Taschen, Schuhe). Wenn ihr verschiedene Geschlechter und/oder Alterskategorien Kind-Erwachsener vertretet, 15 pro „Kategorie“.

  • Die Kleidung bitte sauber und frisch gewaschen mitbringen.

  • Es gibt Kleiderstangen mit verschiedenen Kennzeichnungen. Z.B. Damen-Oberteile, Jungen-Hosen etc. Bitte hängt oder legt eure Kleidung an die passenden Orte.

  • Dann wird getauscht. Schau dir an was dir gefallen könnte, probiere es in der Umkleide und erfreue dich an neuen Teilen. Sei fair! Nimm nur das, was du wirklich gebrauchen kannst und nicht Unmengen.

  • Ratsche mit Freunden und neuen Bekannten, iss‘ ein Stück Kuchen oder genieße einfach den Tag.

  • Am Ende kannst du deine alte Kleidung, welche noch da ist, wieder mitnehmen, oder zur Spende an eine soziale Einrichtung dalassen. 

Noch Fragen? Dann sprecht mich einfach an! ;)

 

Ich bräuchte bitte noch fleißige Helfer, so wie beim letzten Mal.

Schreibt mir einfach an Antonia.Cossu@montessorischule-hohenbrunn.de oder sprecht mich an. ;)

 

Liebe Grüße,

Eure Antonia Cossu

 

  

Geldbeutel und Umwelt schonen

Mit der Tauschbörse regen wir kritischen Konsum an und zeigen Alternativen zur Wegwerfgesellschaft auf. Die Herstellung von Kleidung verbraucht Ressourcen und Energie, deshalb schonen alle, die Kleidung tauschen statt neu zu kaufen, die Umwelt. Damit sind Kleidertauschpartys der beste Beweis dafür, dass ein nachhaltiger Lebensstil nicht zwangsläufig Verzicht bedeutet.

Wenn auch Dein Kleiderschrank überquillt: Sortiere aus und bring uns Kalotten zur Kleidertauschparty vorbei. 

Hintergrundinformation

der Kleidungskonsum verdoppelt sich alle zehn Jahre. Immer öfter kaufen wir immer billigere Kleidung – ein T-Shirt für drei oder eine Kinderjeans für acht Euro sind geläufige Angebote. Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, Jugendliche sogar mehr. Entsprechend selten tragen wir die günstig erworbenen Teile: ein Party-Top z.B. im Schnitt 1,7 Mal, bevor wir es wieder ausrangieren. Nach dieser kurzen Lebensdauer landen drei von vier Kleidungsstücken im Müll, nur ein Viertel wird recycelt…

Menschen in den Textilproduktionsländern leiden zunehmend unter vergifteten Gewässern: In China, dem Land mit der größten Textilproduktion, sind etwa zwei Drittel der Flüsse und Seen bereits mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien kontaminiert. Sie stammen vor allem aus der Textilindustrie. Quelle: Greenpeace

Selbst wenn sich die Kleiderstange biegt und die T-Shirts aus der Kommode quellen: Der Spruch „Ich hab‘ nix anzuziehen!“ geht vielen trotzdem leicht über die Lippen. Eine neue Greenpeace-Umfrage belegt dieses widersprüchliche Verhältnis der Deutschen zur Mode. 5,2 Milliarden Kleidungsstücke liegen in den deutschen Schränken, 40 Prozent davon werden selten oder nie getragen.

Im Auftrag von Greenpeace befragten Marktforscher 1011 Personen zwischen 18 und 69 Jahren zu ihrem Umgang mit Mode. Zeitlos und strapazierfähig soll Kleidung sein? Von wegen: „Mode ist zum Wegwerfartikel avanciert und genauso kurzlebig wie Plastiktüten oder Einweg-Geschirr“, klagt Kirsten Brodde, Textil-Expertin von Greenpeace.

83 Prozent der Deutschen haben noch nie Kleidung getauscht, zwei Drittel noch nie welche verliehen, über die Hälfte noch nie Kleidung weiterverkauft. Am ehesten geben die Deutschen Kleidung im Bekanntenkreis weiter.

Frauen besitzen mit durchschnittlich 118 Kleidungsstücken deutlich mehr als Männer mit ca. 73 Teilen (ohne Strümpfe und Unterwäsche). Immerhin: Ein Drittel der Deutschen hat mindestens doppelt so viele Teile im Schrank. Kleidung muss nicht mehr lange halten, sondern vor allem den schnell wechselnden Trends folgen. Knapp zwei Drittel sortiert Kleidung aus, wenn sie nicht mehr gefällt; ein Drittel will einfach Platz schaffen im Schrank. In das Bild passt, dass das Reparieren aus der Mode gekommen ist: Etwa die Hälfte der Deutschen hat noch nie Kleidung zum Schneider gebracht. Über die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen war noch nie beim Schuster. Die meiste aussortierte Kleidung landet im Müll oder der Kleidersammelbox.

 

https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/textilindustrie/mode-bewusst 12.03.2019)