Klasse T: „Wir haben die Schnauze voll“

"Das kann nicht so weiter gehen!“, haben wir uns gedacht, nachdem uns unsere Lehrer einen Film über Plastik in den Meeren gezeigt haben. Erschüttert waren wir über die Bilder von verendeten Tiere mit dem Magen voller Plastik.

 

„Wir alle können etwas ändern“. Also haben wir uns auf die Suche gemacht.

Die Plakate vom WWF mit dem Motto „Wir haben die Schnauze voll“ haben wir gleich übernommen.

Beim Aldi zählten wir, wie viele unverpackte Lebensmittel wir dort einkaufen konnten.

Was? Nur 29? So wenige?  Die haben wir allesamt im Klassenzimmer verspeist. Soviel sei verraten: sie waren allesamt knackig frisch, lecker und gesund!

 

In verschiedenen Bioläden gibt es inzwischen unverpackte Lebensmittel zu kaufen.

Und weil wir eben auch Süßes lieben, besorgten wir uns dort für unsere Ausstellung gelantinefreie Gummibärchen, Bananenchips, getrocknete Mangostreifen, Cranberries und Mandeln. Die wunderbaren, unverpackt eingekauften Schokopralinen haben wir uns als Stärkung vor unserem langen Arbeitstag an den Ständen schmecken lassen.

 

Neun Klassen zeigten und erklärten wir in 6 Unterrichtsstunden, was man alles selbst tun kann gegen all den Müll.

 

Mithilfe von (im Textilunterricht selbstgenähten) Stoffbeuteln kann man die bedruckten Papiertüten beim Bäcker vermeiden. Wir zeigten, welche Alternative es zum plastikverpackten Tempo Tuch es gibt und machten auf die trashtagchallenge im Internet aufmerksam.

 

Auf der Kleidertauschparty, die Antonia in unserer Schule ins Leben gerufen hat; konnten wir coole Klamotten tauschen.

 

Viele Schüler haben aus unseren gesammelten Verschlüssen von Milch und Getränkeflaschen und Kartons coole TrashArt Bilder gemacht, die an unserer Stellwand zu bewundern sind.

 

Mit einer Unterschriftenaktion sammelten wir viele Unterschriften, die wir zu Aldi bringen werden, mit der Bitte mehr unverpackte Lebensmittel ins Sortiment aufzunehmen.

 

Wir rechneten den Schülern vor, wie viele Plastikflaschen sie vermutlich in ihrem Leben benutzen und wegwerfen werden. Mit duftenden Shampoos in Seifenform ohne Verpackung bekommen wir Lust auf weniger Plastik im Badezimmer.

 

Nach den Osterferien starten wir einen Müllaufsammelwettbewerb in unserer Schule. Unsere Ausstellung hat uns sehr viel Spaß gemacht. Wir haben etwas bewegen können. Das macht uns stolz! Aus den anderen Klassen wurde uns berichtet, dass sie beginnen, bewusster mit Plastik umzugehen. Die Süddeutsche Zeitung hat uns interviewt. Auch der WWF und BUND Naturschutz wurde auf uns aufmerksam. Wir freuen uns, wenn wir viele von euch angesteckten können.

Auch das gehörte dazu: Trashtagchallenge und Übergabe einer Petition für Aldi

Smilla und Zoe hatten während unserer Ausstellung weit über 200 Unterschriften gesammelt mit der Bitte, dass Aldi mehr unverpackte Produkte ins Sortiment aufnimmt. Am Anfang war es einigen Schülern noch peinlich, mit ihren Plakaten vorm Aldi zu stehen, während wir darauf warteten, dass Judith, Anna und Kilian die Filialleiterin nach draußen bitten würden, damit wir ihr unsere Unterschriftensammlung übergeben könnten. 

Dann aber starteten die Schüler Sprechchöre und lobten Einkäufer, die mit Stofftaschen zum Einkaufen kamen. Es entwickelten sich einzelne Gespräche mit Kunden. 

Die Filialleiterin kam indes nicht nach draußen, versprach aber, unseren Brief an die Zentrale weiterzuleiten. 

Auf dem Rückweg zur Schule sammelten wir weiter Müll und staunten sehr, was Menschen alles in die Landschaft schmeißen. Im Wald hinter der Autofirma fanden wir sogar ganze Autozubehörteile, die dort über den Zaun gekippt waren und jede Menge Plastikverpackung. 

Wir werden morgen mit der Firma sprechen und sie bitten, ihren Müll fachgerecht zu entsorgen. 

and of course, we did this in English and learned a lot of new trashy vocabulary. :-