Besuch der KZ-Gedenkstätte in Dachau

Unsere Neuntklässler besuchten am 22. und 23.01. 2018 die KZ-Gedenkstätte in Dachau und nahmen an mehreren Workshops im Max-Mannheimer-Haus teil. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, damit besonders intensiv und nachhaltig gearbeitet werden konnte. Die über zweieinhalbstündige Führung über das ehemalige KZ-Gelände mit den Erklärungen der Referentinnen ließen die Gebäude lebendig werden und die Bilder im Museum beschrieben das Grauen des Lagerlebens in seiner unvorstellbaren Grausamkeit.

Die Schülerinnen und Schüler hielten mit ihren Fragen die Referentinnen in Atem. In den Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen dann noch mit der Darstellung des Lagers in der damaligen nazionalsozialistischen Presse und den Biografien der Häftlinge bzw. der zwei siebzehnjährigen Dachauer Mädels Maria Seidenberger und Therese Huber, die auf der "Plantage", einem Kräutergarten in Herbertshausen, Häftlinge kennengelernt hatten und Briefe aus dem Lager weiter verschickten, Fotos machten und Tagebücher versteckten oder sogar Lebensmittel und Messwein ins Lager schmuggelten.

Eine Gruppe interviewte einen Dachauer zu seiner Einstellung zur Gedenkstätte sowie zur Verknüpfung des Namens der Stadt Dachau zum Schrecken des Nationalsozialismus. Dass das Gedenken und Erinnern notwendig ist und dass so etwas nicht mehr passieren darf, darüber waren sich alle einig.

Monika Nather