Wildniscamp an der Montessorischule Hohenbrunn – 5 Tage und Nächte leben wie ein Naturvolk

Wir haben gemeinsam gelacht, geweint, geforscht, gespielt, gegessen, geräuchert – uns auf Neues eingelassen.

In der 2ten Pfingstferienwoche lebten wir, 22 Kinder (davon 15 +1 KiGaGeschwisterkind aus unserer Monte / 1.-6. Klasse) und 4 Betreuern der Wildnisschule-to-go, in unserem Schulwald und Pausenhof.

Wenn nicht durch die Tiere des Waldes – vor allem die Vögel – so wurden wir spätestens von Flötentönen geweckt.

Gespielt hättet ihr Kinder Tag ein Tag aus auch ohne uns. Wir waren da und durften euch weitere Bereiche eröffnen.

Kreiskultur, Clanleben, Konsens leben, die Elemente erforschen. Dabei leiteten wir euch durch vorleben und spannende Fragen stellen an.

Ihr habt im Clan (2-5 Kinder) Feuer von A-Z gemacht! Geeignetes Holz gesammelt. Was ist geeignet?
Mit Feuerstein und Eisen entfacht. Das Feuer am Leben erhalten.
Was braucht eine kleine Flamme an Futter? Was eine Große? Wo brennt sie hin? Woran lag es, dass es nicht geklappt hat? Wie werden wir ein gutes Team?
Und habt schließlich euer eigenes Essen darauf zubereitet.
Ihr wurdet satt! Und wolltet am nächsten Tag gleich wieder. Wir wurden bekocht!
Es gab in liebevollster Ausdauer gesammelt und anschließend angebraten: Brennnesselchips für Alle!
Ihr habt euch drum gerangelt und den Kopf zerbrochen welche Kostbarkeiten ihr für uns zubereiten könntet.
Bananen mit Schokoladenfüllung, Bananenchips, Apfelringe mit Honig – ihr Jungs und ihr Mädls, wir haben eure strahlenden Augen genossen.

Auch die beliebten Levels-Spiele liesen euch nicht mehr los. Gut geeignet um euch an den Stockkampf heranzuführen.
Stocktanz; Bogenschießen und auch selbst herstellen; Geschirr aus Holz mit Messer, Säge Glutbrennen und Stein herstellen;
Wildkräuter sammeln für unsere Speisen; Blind führen; Blind auf sich gestellt durch den Wald Klängen folgen;
Spuren lesen in selbsthergestellten Trittsiegelfallen; rohe Eier so polstern, dass sie unbeschadet den Hügel herunter rollen können;
Abends am Feuer Geschichten lauschen, singen oder Witze erzählen.

All diese Dinge haben wir ALLE erlebt. Jeder für sich hat seins weitererforscht, seine Qualität in die Gemeinschaft eingebracht.

Wir dankten Allem was uns diese Woche möglich gemacht hat: dem Waldbesitzer; unserer Schulleitung; der Dame an der Kasse,
die uns all das Essen verkauft hat; in die Regale im Supermarkt geräumt hat; der Kuh für die Milch; dem Bauern fürs melken;
der Sonne; euren Eltern, dass sie euch die Woche möglich gemacht haben; unseren Vorfahren von deren Wissen wir profitieren;
dem fröhlichen Miteinander; den Liedern;... und schließlich Gott, dem großen Geist oder wie ihr ihn nennen möchtet.

Übrigens: Die Zelte wurden nur die erste Nacht genutzt. Dann seid ihr gewandert, habt ganz hinten im Schulwald unter freiem
Himmel gelegen, oder seid am Lagerfeuer eingeschlafen.

Fasziniert hat uns wie ihr Großen und auch ihr Kleinen euch selbstorganisiert habt!

Es war ein großes Geschenk mit euch diese Woche zu verbringen.

Marion Adlkirchner und das Team der Wildnisschule