Schüler und Lehrer der 9. Klasse der Montessorischule Hohenbrunn besuchten die Psychiatrie in Haar.

Am Dienstag, den 15.11.2016 besuchten die Schüler und Schülerinnen der 9. Klasse der Montessorischule Hohenbrunn mit ihren Lehrern im Rahmen des Geschichts- und Deutschunterrichts die Psychiatrie und das Museum in Haar. 

Ausschlaggebend für den Besuch war die Lektüre „Grafeneck“, die die Schüler in den letzten Wochen gelesen hatten. 

Da in diesem Zusammenhang auch das Thema „Euthanasie“ behandelt wurde, kam es zu der Überlegung eines Besuchs in der Psychiatrie. Eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte des Krankenhauses und der deutschen Psychiatrie allgemein. 

Bei einem Geländerundgang, unter der Leitung eines Museumsangestellten, wurde den Schülern schnell deutlich, welch grausame Vorgänge hier stattgefunden haben. 

So wurden ab Oktober 1939 1119 Patienten mittels Meldebogen erfasst. 25 Patienten wurden im Januar 1940 die ersten Opfer. Zwischen dem 18.1.1940 und dem 20.6.1941 wurden 2025 Menschen über die Anstalt (Eglfing-Haar) in die “Tötungsanstalt“ Grafeneck und Hartheim überstellt und dort ermordet. 

Ein für die Schüler und Lehrer sehr nachdenklicher Morgen endete dann im Psychiatrie Museum Haar.