Projektgruppe „Weniger Plastik -  mehr Meer“

Unsere Meere ertrinken in Plastik

„Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann.‘‘

Weisheit der Cree-Indianer

 

Angeregt von der Schüleraktion „Weniger Plastik – mehr Meer konnten wir im April die Reisejournalistin und Fotografin Bettina Kelm für einige Schüler- und einen Elternvortrag über die Plastikproblematik in den Weltmeeren gewinnen. Ermöglicht wurden die Veranstaltungen dankenswerter Weise durch den Elternbeirat.

Schockierendes berichtete Frau Kelm von ihrer Reise nach Panama. Statt beindruckender Tierfotos brachte sie Bilder von sterbenden Meeresschildkröten und über und über mit Plastikmüll verseuchte Strände gering besiedelter Inseln mit. In allen Weltmeeren sterben Tiere zu Hunderttausenden am Plastikmüll. Weil sie sich darin verheddern und ertrinken, weil sie Plastiktüten für Quallen halten und sie fressen, um dann bei vollem Magen verhungern. Oder sie werden von den Giftstoffen krank, die sich in Plastik anreichern. 30 Prozent des weltweit verwendeten Plastiks landen in den Ozeanen, das sind pro Jahr 150 Millionen Tonnen. Aber auch in den Flüssen und Seen in Deutschland findet man mittlerweile viele Kunststoffteilchen, in manchen Stellen der Donau gibt es mehr davon als Fischlarven. Dieses Plastik kommt hauptsächlich aus unserem Abwasser, befinden sich doch auch in Kosmetika und unserer Kleidung viel davon. Wer hier bewusster konsumieren will, dem empfiehlt Frau Kelm die App „Codecheck“ oder die Broschüre „Achtung Plastik“, die man von der BUND-Homepage herunterladen kann.

Frau Kelm wies aber nicht nur eindrücklich auf die Probleme des Plastikmülls hin, sondern zeigte den Zuhörern auch Möglichkeiten auf, wie sie Plastik auch in Ihrem Alltag einsparen oder ganz vermeiden können. Konkret stellte sie Trinkflaschen aus Edelstahl vor, die Plastikflaschen im Schulalltag ersetzen und über die Schule bestellt werden können.  Daneben zeigte sie aber auch zahlreiche andere Produkte zur Vermeidung von Plastik wie Frischhaltefolie aus Bienenwachspapier, Zahnbürsten aus Holz und selbstgemachtes Waschmittel vor.
Die SchülerInnen zeigten sich sehr beeindruckt vom Vortrag und haben viele Ideen zur Reduzierung von Plastikmüll. Es wäre wünschenswert, wenn die Eltern sie dabei unterstützen würden.
Als ersten kleinen Beitrag werden in der Schule jetzt Boxen aufgestellt, in denen verbrauchte Filzstifte, Kugelschreiber, Textmarker und Korrekturmittel gesammelt werden sollen, um daraus neues Schreibmaterial herzustellen.

Projektgruppe „Weniger Plastik -  mehr Meer“