Tag der offenen Tür mit großem Herbstmarkt 2014

Mittendrin - Unterricht nach Maria Montessori

Der Tag der offenen Tür der Montessorischule Hohenbrunn gehört zu den vielen Veranstaltungen, die Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam im Laufe eines Schuljahres organisieren. Die Grund- und Hauptschule mit M-Zug, in dem sich die Schüler auf den mittleren Bildungsabschluss vorbereiten können, unterrichtet derzeit ca. 300 Kinder nach den Prinzipien von Maria Montessori. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist das Kernstück der Pädagogik der italienischen Ärztin, die die natürliche Freude der Kinder am Lernen fördern wollte.

Während des Tags der offenen Tür konnten die Besucher in den Unterricht der Primar- und Sekundarstufe, die grundsätzlich altersgemischt ist, hinein schnuppern. Eltern, die in einer Unterrichtsstunde hospitieren, sind meist schon von den Räumlichkeiten der Montessorischule Hohenbrunn beeindruckt. Überall finden sich Regale mit den vielfältigen Montessori-Materialien, die helfen, schwierige Zusammenhänge kindgerecht zu gestalten und sinnlich „begreifbar“ zu machen. „In den Primarstufen sind noch mehr von den Materialien vorhanden, weil dort das Grundwissen darüber aufgebaut wird“, erklärt eine Lehrerin einem interessierten Elternpaar.

Im Zentrum der Pädagogik ist aber die „Freiarbeit“, in denen die kleinen und großen Schüler selbstbestimmt und so lange sie möchten, sich mit einem Thema beschäftigen. Die innere Motivation zum Lernen und die individuelle Persönlichkeitsentwicklung stehen auch in der Sekundarstufe im Vordergrund. Die Schüler werden an der Montessorischule Hohenbrunn altersgemischt in den Klassen 5 bis 7 und 9 bis 10 unterrichtet und entwickeln sich in dieser Zeit allmählich zu Experten. Das wird besonders deutlich an den Pausenexperimenten, in denen sie anderen Schülern Versuche vorführen. Diese wurden daher auch am Tag der offenen Tür gezeigt, die Hospitation in der Sekundarstufe war aber auch bei der Freiarbeit und im Sprachunterricht möglich. Außerdem organisierten die älteren Schüler eine Schulhausführung und boten den Gästen eine unterhaltsame Kochshow.

Tannenduft und Ringelblumensalbe

An den Marktständen im und um das Schulhaus herum fanden die Besucher am Tag der offenen Tür viele kreative Geschenke, handgefertigten Schmuck, Taschen, Tees oder auch Kräuter- und Imkerprodukte. Dabei mischten sich professionelle Anbieter mit Ständen von Schülern und Eltern, die die angebotenen Produkte in Arbeitsgruppen selbst hergestellt oder gebastelt hatten.

Viel Engagement zeigten vor allem auch die Schüler beim Verkauf. Neben selbstgemachter Ringelblumensalbe, Weihnachtsengeln, Montessorimaterialien oder Seifen boten die Kinder auch Kulinarisches an von glasierten Äpfeln über Smoothies bis hin zu Raclettebroten, für die quasi „live“ Käse geschmolzen wurde. Für vorweihnachtliche Stimmung sorgte die von Eltern betriebene „Hüttn“ mit Glühwein, Kinderpunsch und Hot Dogs. Viel Andrang herrschte beim Adventskranzbinden mit frischen Tannenzweigen und anderen Naturmaterialien. Schließlich steht das erste Adventswochenende bald vor der Tür.

Text: Sandra Proske-Schopper