Frank Gaschler zu Gast an der Montessorischule Hohenbrunn

„Ich will verstehen, was du wirklich brauchst.“

Eine Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen gab Frank Gaschler, zertifizierter Trainer für Gewaltfreie Kommunikation (GfK) und Entwickler des Projekts Giraffentraum, auf dem Vortragsabend „Ich will verstehen, was du wirklich brauchst“, der am 5. März an der Montessorischule Hohenbrunn stattfand. Rund 160 interne wie externe Besucher waren der Einladung des Arbeitskreises „Schule ohne Mobbing“ gefolgt und erlebten einen gleichermaßen informativen wie unterhaltsamen Abend. 

Schulleiterin und GfK-Anhängerin Walburga Kortz begrüßte die Gäste und eröffnete den Abend mit einer kurzen Einführung über die Bedeutung der Kommunikation im täglichen  Miteinander – eine Bedeutung, die sich zum Beispiel auch in der Wahl unseres Jahresmottos „Sprache verbindet“ niedergeschlagen hat. Damit bereitete sie gekonnt den Boden für Frank Gaschler, der als GfK-Trainer und Vater von zwei Töchtern mit vielen sehr anschaulichen Beispielen aus dem Alltag aufzeigte, wie schnell aus falscher Kommunikation handfeste Konflikte werden können. Es gab vermutlich niemand unter den Besuchern, der sich nicht selbst schon bei dem einen oder anderen Kommunikationsfehler ertappt hätte...

„Was auch immer wir tun, es ist das Schönste und Beste, das uns im Moment zur Verfügung steht, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen“.

Mit diesem Zitat ermunterte Gaschler die Zuhörer, genauer hinzuschauen, worum es bei Konflikten eigentlich geht. Wer versteht, warum jemand so handelt, welches Bedürfnis er versucht zu erfüllen und warum ihm das nicht besser gelingt, wird viel eher in der Lage sein, angemessen zu reagieren. Mit einer wohlwollenden Grundeinstellung, dem genauen Hinschauen und der nötigen Distanz lassen sich viele Konflikte schon von Anfang an vermeiden.

Entsprechend geht es bei der GfK-Vorgehensweise darum, die Situation sachlich zu erfassen, seine diesbezüglichen Gefühle auszudrücken, die Bedürfnisse des Gegenübers und die eigenen zu erkennen und dann konkrete Bitten zu äußern. Leichter gesagt als getan – so nutzten dann auch nach fast zwei Stunden interaktivem Vortrag viele Besucher die Möglichkeit, am Büchertisch das Buch „Giraffentraum“ zu erwerben, in verschiedenen Werken zum Thema zu stöbern oder mit dem Referenten und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wer mehr zur GfK wissen möchte, findet zum Beispiel auf der Seite von Frank Gaschler entsprechende Literaturempfehlungen www.giraffentraum.de/giraffentraum/gewaltfreie-kommunikation/ und Seminarangebote. Auch wir an der Schule werden das Thema weiter vorantreiben.
 Aber das Wichtigste ist die Gewaltfreie Kommunikation zu leben - zuhause, in der Schule, bei der Arbeit oder wo immer wir mit Anderen kommunizieren.

Anja Seubert für den AK „Schule ohne Mobbing“