Die Herausforderung angenommen und bravourös gemeistert.

Die Präsentation der Facharbeiten der 9.-Klässler in der Montessorischule Hohenbrunn.

Riemerling: Am Donnerstag, den 27. Oktober präsentierten rund 30 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Montessorischule Hohenbrunn ihre Facharbeiten vor großem Publikum.

Wie in jedem Jahr, war die knisterende und erwartungsfrohe Stimmung schon seit Tagen in der Schule zu spüren. Emsig wurden letzte Vorbereitungen getroffen, Vortragsreden eingeübt und Vorführungen geprobt. Alle 9.-Klässler fieberten ihrem großen Abend, der Präsentation der Facharbeiten, entgegen. Das Formulieren und Schreiben der Texte, eine praktische Arbeit zum Thema, ein Kolloquium mit vielen Fragen hatten sie bereits erfolgreich hinter sich gebracht, als die Jugendlichen am Abend des 27. Oktober sich anschickten, ihr Thema vor rund 300 Gästen zu präsentieren.

Eine Herausforderung mit offenem Ausgang nannte Monika Nather, Leiterin der Sekundarstufe, die Ausarbeitung der Facharbeiten. Die Schüler wählen sich ihr Thema selbst. Manchmal gibt ein jahrelang ausgeübtes Hobby die Inspiration, mal ein Praktikum oder aber auch eine spontane Eingebung. Ein jeder hat die Möglichkeit, an seiner Arbeit zu wachsen und geht mit dem schönen Gefühl, erfolgreich gewesen zu sein, an diesem Abend nach Hause. Dies bestätigten auch die amtierenden Schulsprecher, die allesamt im letzten Jahr diese spannende Erfahrung machen durften.

Einen letzten Aufschub gab es für die Vortragenden, als Susanne Hahn (Gesang) zusammen mit Sandra Baer (Klavier) die Zuhörerschaft mit der schönen Ballade „Remember me“ von Avril Lavigne einstimmte. Doch dann ging es los.

In kurzen, unterhaltsamen Vorträgen erzählten die Schüler, warum sie ihr Thema wählten, was ihnen daran wichtig war und wie sie die praktische Arbeit bewältigten. Die Themen waren so bunt und unterschiedlich wie das Leben selbst. Von Papier bis Schlagzeug, von Freeride-Biking über Burma bis zum ganzen Kosmos. Kaum ein Bereich des Lebens blieb außen vor: Gesellschaft, Kultur, Geschichte, Sport und Kulinarisches. Interessant war auch die sprachliche Gestaltung, so war der Beitrag von Lukas Hörger in bayerischem Dialekt, und – ein Novum – Evas Huber Vortrag in Englisch zu hören.

Neben verschiedenen Film- und Fotodokumentationen und einem süßen Trickfilm sorgten diverse Live-Vorführungen für Abwechslung. So konnten die Zuschauer einem Fechtkampf, einer Kür im Bodenturnen und einem Hip-Hop-Tanz beiwohnen. Das Klavierspiel von Johanna Hartwig und ein Schlagzeugsolo von Leldo Niang rundeten das Programm musikalisch ab. Aber auch in der Pause und nach den Vorträgen gab es noch viel zu entdecken. An den Ständen warteten die Jugendlichen mit Kostproben von selbst gemachten Pommes frites und Köstlichem aus der burmesischen und der molekularen Küche auf, es wurden fair gehandelte Schokoriegel verkauft und Spenden für den Regenwald gesammelt. Auch das Rätsel, warum die Bierflaschen von Benedikt explodierten, wurde dort gelöst, und es wurden Einblicke in das Leben Suchtkranker oder arbeitender Kinder gewährt. Darüber hinaus konnten die Gäste allerlei Handwerkliches bestaunen: vielfältige Origami-Kunstwerke, ein Windradnachbau, ein Automodell, ein Stück Berliner Mauer, Modelle von Verkehrsflugzeugen, ein selbst gewebter Teppich, ein selbst gebautes Longboard, und Tätowierungen auf Kunsthaut.

Nach diesen professionellen Präsentationen sprach Antje Wabnitz, Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, sichtlich beeindruckt den Jugendlichen ihren Dank für die spannenden Vorträge aus und gratulierte ganz herzlich zum erfolgreichen Montessori-Abschluss. 

Text: Sabine Emmerling
 Fotos: Gunter Hahn