Ein Hauch von 1001 Nacht

Am Freitag, den 25.2.2011, feierten die Eltern, Lehrerinnen und Lehrer der Montessorischule Hohenbrunn zusammen die 5. Jahreszeit. Dieses Jahr stand die Party unter dem Motto "1001 Nacht".

Wie auf einem arabischen Bazar ging es Freitagabend in der Montessorischule Hohenbrunn zu: Beduinenfrauen, ein dicker Pascha, verschleierte Haremsdamen mit viel Gold und glitzernden Kostümen, Bauchtänzerinnen, Scheichs, Männer in Djellabas und mit Turban oder Fez auf dem Kopf, der kleine Muck mit Krummsäbel und spitzen, goldenen Schuhen und sogar ein afrikanischer Elefant gaben sich ein Stelldichein. "Wir haben extra in der Gegend um den Hauptbahnhof eingekauft, um uns einzukleiden. Da lernt man eine ganz andere Stadt kennen", so eine der Organisatorinnen der Party. Und so mancher hatte zur Selbstbräunungscreme gegriffen, um der deutschen Winterblässe ein wenig nordafrikanisches Flair zu verleihen. Auch zwei amerikanische Touristen, die die Pyramiden besichtigen wollten, durften nicht fehlen. Für die richtige Einstimmung sorgte am Eingang orientalische Musik. Mit einem herzlichen "Salam aleikum" und einem Begrüßungstrunk wurden die Gäste empfangen. Durch rote Vorhänge trat man dann in das „Beduinenzelt“ ein. Die Arbeitsgemeinschaft Feste hatte wieder einmal ganze Arbeit geleistet und keine Mühen gescheut, um die Aula der Schule in eine Märchenwelt aus 1001 Nacht zu verwandeln: Glitzernde Tücher hingen von der Decke, mit orientalischen Teppichen und Kissen verdeckte Turnmatten dienten als gemütliches Lager für die Wasserpfeife rauchenden Scheichs und ihre hübschen Haremsdamen. Trommeln, ein Schlangenkorb, indische Schirme, grazile Perlenketten und -gehänge sowie schummrige Laternen taten ein Übriges, um für authentische Atmosphäre zu sorgen. Der Buffettisch bog sich schier unter arabischen bzw. türkischen Köstlichkeiten wie gefüllten Teigtaschen und Weinblättern, Falafel, Onion Baji, Auberginenpüree, Datteln und pappsüßen türkischen Nachspeisen. 

Für die richtige Partystimmung sorgte DJ Yoäh alias Achim Altenweger, der die Gäste mit launigen Sprüchen wie "Alle Kamelle auf die Tanzfläche" und fetziger Musik durch den Abend führte. Von aktuellen Hits über Boney M und ABBA, Funk oder Hardrock bis hin zu Neuer Deutscher Welle reichte das Repertoire. Knallvoll wurde es auf der Tanzfläche, als die AG Feste, angeleitet von einer leidenschaftlichen Hobbybauchtänzerin, zu einem "erdigen" orientalischen Gruppentanz einlud. 

Ein weiterer Höhepunkt war die Auszeichnung des bezaubernsten Kostüms. In die engere Auswahl kamen u. a. ein Pascha mit unsagbar dickem Bauch und Teewärmer als Kopfschmuck, eine Bauchtänzerin, ein Scheich, ein Araber mit roter Glitzerweste und ein Herr mit schickem Turban. Der erste Preis, eine Wasserpfeife, ging an den dicken Pascha, und den zweiten Preis, eine Phiale, aus der der Flaschengeist wohl schon entwichen war, erhielt die Bauchtänzerin. Beim dritten Platz fiel dem Publikum die Entscheidung schwer, und die Kandidaten mussten sich einer weiteren diffizilen Prüfung unterziehen. Wer am besten ein Kamel nachmachen konnte, bekam einen kleinen Gebetsteppich. Es wurde der Scheich mit dem angeklebten Bart.

Ausgelassen ging das wieder einmal sehr gelungene Fest noch bis spät in den Abend weiter. Allerdings wird es wohl das letzte Mal gewesen sein, dass der Eltern- und Lehrerfasching stattfand, da dieses und letztes Jahr einfach zu wenig Narren kamen. Schade und ein herzliches "Shukran" an die AG Feste.

Text: Anissa Nasser, Fotos: Martina Hilmer