Gesichter unserer Schule

Sommerfest der Montessorischule Hohenbrunn

Riemerling: Am Samstag, den 23. Juli 2011 feierten die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und Lehrkräfte mit vielen Aktionen zusammen das Ende des Schuljahres.

„Gesichter unserer Schule“ – so lautete das Motto des diesjährigen Malwettbewerbs, mit dessen Preisverleihung das Sommerfest nach musikalischen Einlagen der Trommelgruppe und des Schulchors offiziell eröffnet wurde. Wie vielfältig sich die Montessorischule Hohenbrunn präsentiert, zeigten nicht zuletzt die ideenreichen Bilder, die an Pinnwänden in der Turnhalle zu bestaunen waren: Gesichter von Mitschülern oder Lehrern, ein buntes Schulhaus, der Wald als Pausenhof oder Kinder, als Sonnenblumen dargestellt. Den ersten Platz belegte Tabea Wabnitz; ihr Bild ziert die Titelseite des Jahresberichts der Schule. Die Bilder von Elisa Pflaum, Johanna Sagner, Charlotte Mania sowie von Riane Elinor Spatzenegger belegten den zweiten und dritten Platz. Dann wies die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit, Sabine Emmerling, auf eine Hilfsaktion für die Togura-Schule in dem japanischen Fischerort Minami-Sanriku hin, die beim Tsunami zerstört wurde. Anwesend war auch eine Lehrerin dieser Schule, Kumiko Ushizaki, die mittlerweile an der Japanischen Internationalen Schule in München unterrichtet. Sie berichtete davon, wie sich die Kinder und Lehrer auf einen nahen Hügel mit einem Shinto-Schrein in Sicherheit bringen konnten. Nur ein Lehrer und ein Schüler kamen in den Fluten ums Leben. An einem Stand in der Aula, an dem auch ein Fotoalbum zu sehen war, welches aus dem Wasser gerettet wurde, konnten sich die Gäste des Sommerfests eingehender über die Hilfsaktion informieren. Die Kinder der Montessorischule Hohenbrunn hatten Origami-Kraniche gefaltet, die sie gegen eine Spende verkauften. Die erzielten Einnahmen, insgesamt 371,53 Euro, gehen in den Wiederaufbau der Togura-Schule. Beim Kinderschminken kamen noch einmal 39 Euro dazu.

Aber es gab noch weitere Stände, die Spenden für Hilfsprojekte sammelten. Die Schülerinnen und Schüler des Pausenverkaufs boten Eis an, um mit dem Erlös, rund 50 Euro, die Bayern-3-Aktion „Sternstunden“ für die Hungernden in Ostafrika zu unterstützen. Und an einem afrikanischen Stand konnten die Besucher mit dem Kauf von Tüchern, Holzschnitzereien oder Naturschwämmen Gutes für bedürftige Kinder in Kenia tun.

Sportliche zog es trotz des herbstlichen Wetters nach draußen in den Wald, wo die Kinder unter kundiger Anleitung des Münchner Bogensportvereins auf Poster mit Rehen und auf Papiermaschee-Wildschweine schießen oder sich beim Balancieren auf der Slackline beweisen konnten. In der „Tief im Wald“-Sektbar trotzten kälteresistente Eltern und Lehrer bei südamerikanischen Klängen dem Regen.

Wem es draußen zu kühl wurde, der konnte sich am üppigen Buffet wieder wärmen. Zudem gab es allerlei Leckereien wie frisch gemachtes Popcorn oder südamerikanische Pfannkuchen, „Palachos“ genannt, die kleine Köche gekonnt zubereiteten. Überall in den Ecken hatten Kinder auf Decken ihre Flohmarkt-Schätze ausgebreitet, um sie meistbietend an den Mann, die Frau oder das Kind zu bringen: Bücher, liebevoll aufgestellte Playmobil-Männchen, ein ganzes Puppenhaus, Plüschtiere, Puzzles, Gesellschaftsspiele und vieles mehr. Schülerinnen und Schüler der Klasse F verkauften Bilder, die sie im Kunstunterricht gemalt hatten. Kreativität war auch am Stand des Fördervereins gefragt, wo Kinder eigene Buttons kreieren konnten.

Den krönenden Abschluss des Nachmittags bildete die Tombola. Es gab tolle Preise, wie ein Snowboard, eine Fritteuse, Schultaschen, Sonnenbrillen, T-Shirts, Kappen und Flipflops. Der Hauptgewinn war ein nagelneues, weißes E-Bike. Mal sehen, welcher glückliche Gewinner damit im nächsten Jahr zur Schule gefahren kommt.

Text: Anissa Nasser, Fotos: Gunter Hahn