Montessorischule Hohenbrunn pflanzt 50 Bäume

Riemerling, 22.4.2010 --- Zum 25. Jubiläum der Montessorischule Hohenbrunn pflanzten die Kinder zusammen mit Waldbesitzer Benno Maier insgesamt 50 Bäume, 25 für die vergangenen und 25 für die kommenden Jahre.

 Mit geübter Hand zieht Waldbesitzer Benno Maier das Gestrüpp etwas zur Seite und setzt den orangeroten, mobilen Bohrer an. Dieser schraubt sich in den weichen Waldboden und hinterlässt ein kreisrundes Loch. "Nun könnt ihr das Bäumchen einsetzen", erklärt Benno Maier den neugierig ihn umringenden Kindern. Jeweils 4 Schülerinnen und Schüler – insgesamt waren es etwa 100 Kinder – setzten am Donnerstagmorgen von 8 bis 10.30 Uhr stellvertretend für ihre Klasse ein drei Jahre altes Tannenbäumchen und erfuhren dabei viel Wissenswertes über den Wald. Mit besonderer Begeisterung waren die Jahrgangsstufen 5 bis 7 bei der Sache. Da spielte die eine oder andere lehmige Hand gar keine Rolle. Auch die Schulleiterin Monika Nather, die Elternvertreterin Bärbel Weber und das Vorstandsmitglied Antje Wabnitz setzten gemeinsam Pflänzchen.

Für Waldbesitzer Benno Maier und seinen Vater, ebenfalls Benno Maier genannt, standen die Pflanzungen jetzt sowieso an, denn dieser hauptsächlich aus Fichten bestehende Bannwald am Rand von Riemerling soll aufgrund der Klimaerwärmung langfristig in einen Mischwald umgewandelt werden. An den bestehenden Fichten ist bereits heute zu erkennen, dass es immer weniger regnet. Tannen brauchen weniger Wasser und sind daher besser an die neuen klimatischen Bedingungen angepasst. In ca. 60 Jahren werden die Tannen dann ausgewachsen sein. Für die Kinder war dies eine willkommene Gelegenheit mitzuerleben, was es heißt, Bäume zu pflanzen und einen Wald zu betreuen.

Das an die Schule angrenzende Waldstück dürfen die Schüler der Montessorischule in ihrer Pause nutzen. Nun haben sie die Verantwortung für die noch sehr kleinen Tannenpflänzchen übernommen, die in einem Abstand von einem Meter als Gruppe gesetzt und in Reihen angelegt wurden. Dies erleichtert die Pflege und sorgt dafür, dass die Bäume schön nach oben wachsen und nicht so sehr in die Breite gehen. Die Schüler haben die Aufgabe, nach den Bäumchen zu sehen und diese zu gießen, sollte es zwei Wochen hintereinander nicht regnen. Außerdem schreiben sie einen Patenschaftsbericht für den von ihrer Klasse gesetzten Baum. Die größte Gefahr für die Tannen bilden aber die vielen Rehe, die es in dem Waldgebiet gibt, weshalb ein Zaun gezogen wurde, der zwar Spaziergängern den Durchgang erlaubt, aber das Wild abhalten soll.

Neben dem montessorischen Gedanken, dass die Kinder Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen sollen, stehen die 50 gepflanzten Bäume auch symbolisch für das 25-jährige Jubiläum der Schule. Zum Auftakt dafür pflanzten die Schüler diese 50 Tannenpflänzchen, 25 für die vergangenen und 25 für die kommenden Jahre – in jeder Hinsicht eine in die Zukunft weisende Aktion. 

Text: Antje Wabnitz und Anissa Nasser, Fotos: Bärbel Weber