Sicherheitskonzept

Wenn wir an unsere Schule denken, denken wir gerne an fröhliche Kinder, Gemeinschaft, Freude am Lernen und an die positive Einstellung, die insgesamt von hier ausgehen soll. Aber wir leben nicht auf einer Insel der Seligen, sondern inmitten einer Realität, die auch Gefahren mit sich bringt, auf die wir - so gut es geht - gefasst und vorbereitet sein sollten, um sie abwenden zu können oder im eingetretenen Notfall rasch das Richtige zu tun. Dem soll das Sicherheitskonzept der Schule dienen, das wir hier vorstellen:

1. Verhaltenspräventive Maßnahmen

1.1 Kurse, Workshops, Ausbildung, Mitbestimmung

  • Organisation von Selbstverteidigungskursen für Mädchen und Jungen durch den Elternbeirat
  • Das Selbstbewusstsein der Kinder stärken: Klassenrat, Schülerkonferenzen, ...
  • Konflikte austragen lernen: Einrichtung eines Streitschlichtbüros durch SchülerInnen
  • Alle Lehrkräfte werden von der Polizei mit den Gewaltpräventationskursen „aufgschaut“ , „sauba bleim“  und „zamm grauft“ ausgebildet


Die LehrerInnen unserer Schule besuchen einen Erste-Hilfe-Kurs und frischen ihr Können und Wissen in regelmäßigen Abständen durch Fortbildungen wieder auf. Dies gilt auch für die Schülersanitäter, die an der Schule ausgebildet werden und für einen Einsatz immer bereitstehen.

1.2 Verhaltensregeln

  • Kinder anhalten, sofort zu melden, wenn sie von einer fremden Person angesprochen werden, kritische Situationen durchspielen
  • Lehrkräfte nehmen jede Schülermeldung ernst
  • Das Wahrnehmen von Personen üben und schärfen, Anonymität entgegenwirken, voneinander und umeinander wissen
  • SchülerInnen melden sich ab und gehen nach Möglichkeit nur zu zweit zur Toilette
  • Eltern melden die Abwesenheit ihres Kindes bis spätestens 8.00 Uhr (Name, Klasse, Dauer der Abwesenheit), Lehrkräfte überprüfen die Anwesenheit der Kinder (auch beim Nachmittagsunterricht), falls eine Entschuldigung fehlt und die Eltern telefonisch nicht erreichbar sind, muss die Polizei eingeschaltet werden, Unterrichtsbefreiung erfordert eine nachträgliche schriftliche Entschuldigung durch Eltern
  • Alle Erwachsenen in der Einrichtung achten verstärkt auf schulfremde Personen und sprechen diese an
  • Eltern und Lehrkräfte verpflichten sich, ihre Vorbildrolle ernst zu nehmen
  • "Wichtige Verhaltenstipps der Polizei" aushängen und besprechen
  • Verkehrsregeln für Fußgänger und Radfahrer werden im Unterricht behandelt und Verhaltensweisen im Straßenverkehr und an der Bushaltestelle eingeübt
  • zwei Busaufsichten (Lehrkräfte) sorgen für den reibungslosen Einstieg der Kinder in die Schulbusse
  • Einüben (mind. zweimal jährlich) des Verhaltens bei Feueralarm
  • Die Lehrkräfte sorgen für die Einhaltung der Sicherheitsregeln während der Pausen (Wald, Parkplatz, Tor geschlossen)
  • Besprechen der Sicherheitsmaßregeln jährlich zu Schuljahresbeginn im Lehrerkollegium, mit den SchülerInnen und am 1. Elternabend

 

2. Organisatorische und technische Maßnahmen

Wir geben uns alle erdenkliche Mühe, für die Sicherheit der Kinder auf dem Schulgelände zu sorgen. Allerdings ist es uns nicht möglich, den Zugang zu unserem Schulgebäude jederzeit streng zu kontrollieren bzw. nach Unterrichtsbeginn durch Zusperren zu verhindern. Im Einvernehmen mit dem Elternbeirat wurden folgende Regelungen gefunden:

  • Eltern werden aus Sicherheitsgründen gebeten im Windfang oder außerhalb des Schulhauses auf ihre Kinder zu warten
  • Handwerker und andere Fremdpersonen, die sich zu Recht auf dem Schulgelände aufhalten, melden sich im Büro an und sind so für niemanden ein Grund zur Beunruhigung
  • Verpflichtung der Reinigungsfirma, die Reinigungskräfte mit Namen zu melden, Personalwechsel bzw. Vertretungskräfte ebenfalls zu melden
  • Anzahl der Zugangsmöglichkeiten verringern: Abschließen der vorderen Türe im Kopfbau. Die Türen im Wintergarten bleiben immer geschlossen und sind nur als Fluchttüren zu nutzen
  • regelmäßige Kontrolle, ob die Brandmeldeanlage funktioniert
  • regelmäßige Überprüfung der Feuerlöscher durch Hausmeister
  • Einbau eines Tresors zur Sicherung wichtiger Akten und Bargeld
  • regelmäßige Kontrollgänge des Hausmeisters
  • Videoüberwachung des Eingangsbereiches durch das Büro

 

3. Maßnahmen "Wenn das 'Fassbare' und das 'Unfassbare' passiert"

Es gibt für außergewöhnliche Notfälle ein Krisenteam. Ihm gehören die Schulleitung, der Vorstand, der/die Sicherheitsbeauftragte, Hausmeister , Schulsekretär und Beratungslehrerin sowie weitere geeignete Lehrkräfte an.
Die Aufgabe ist u.a. die Betreuung von betroffenen Klassen, Kindern, Lehrkräften. Das Team ist  Ansprechpartner für ratsuchende Betroffene. Bei entsprechender personeller Ausstattung wird es auch für ratsuchende Eltern zur Verfügung stehen.

3.1 Maßnahmen bei Unfällen, Verletzungen, Krankheit, u.ä.

  • Ruhe bewahren und Situation versuchen einzuschätzen, evtl. unterrichtliche Tätigkeit unterbrechen (Sport, Werken) und SchülerInnen beruhigen
  • Verstärkung und Hilfe holen lassen, (wenn SchülerInnen gehen, immer zu zweit), Verletze/Verletzten nie alleine lassen
  • Erste Hilfe leisten,Schulsanitäter dazuholen, Erste - Hilfe - Kästen befinden sich in folgenden Räumen:

  1. Physik-Vorbereitungsraum
  2. Turnhalle (Regieraum)
  3. LehrerInnenzimmer
  4. Schulküche
  5. Werkraum
  • Bei größeren Unfällen/Verletzungen das Büro oder die Schulleitung verständigen und von dort ggf. Notarzt oder Sanitäter anfordern (Art der Verletzung, Name der verletzten Person angeben), oder entscheiden, ob ein benachbarter Arzt aufgesucht werden kann. (z.B. Durchgangsarzt)
    Werden SchülerInnen geschickt, immer zu zweit, evtl. Informationen aufschreiben.
    Beim Nachmittagsunterricht und falls das Büro schon geschlossen ist, Hilfe selber holen. Telefon im LehrerInnenzimmer (immer offen!) und im Besprechungsraum bei der Turnhalle. Notfallnummer hängt aus.
    Wird der Notarzt gerufen, sollten zwei SchülerInnen oder ein Erwachsener das Notarztfahrzeug am Hofeingang erwarten und die Retter zum Verletzten bringen.
  • Verletzter/Verletztem einen Notfallzettel mit persönlichen Angaben mitgeben. (siehe Anlage) Klassenlisten mit Namen und Adressen liegen im Lehrerinnenzimmer und im Elternsprechzimmer bei der Turnhalle. Dort liegen auch die Notfallzettel.
  • Retter fragen, wo SchülerIn hintransportiert wird. (Namen /Nr. von Notfallteam nachfragen für evtl. spätere Nachfragen zum Verbleib des Kindes)
  • Eltern verständigen, mit ihnen ggf. weiteres Vorgehen besprechen.
  • Augenzeugen / Betroffene namentlich feststellen
  • Bei Krankheiten Eltern verständigen und Kinder abholen lassen. SchülerInnen nie alleine nach Hause schicken.

3.2 Maßnahmen bei Brand und Bombendrohung

  • Nach Feststellen des Feuers SchülerInnen aus dem Gefahrenbereich bringen und Alarm auslösen. Danach, wenn möglich, eigene Löschversuche vornehmen.
  • Bei einer Bombendrohung kann die Anweisung zur Räumung auch mittels Durchsage erfolgen.
  • Schulgebäude verlassen und am Sammelplatz unverzüglich der Schulleitung melden, wer den Alarm ausgelöst hat und wo es brennt. Eine Lehrkraft sorgt dafür, dass die Feuerwehrzufahrt frei gemacht wird evtl. müssen die Schulbusse wegfahren und sie empfängt die Feuerwehr am Schulgelände.
  • Erst nach Rücksprache mit der Einsatzleitung der Polizei werden die Eltern verständigt. Aktuelle Klassenlisten liegen im Büro, Lehrerzimmer, Besprechungsraum neben Turnhalle und Schulleiterzimmer.
  • Notfallmaßnahmen werden jeweils am ersten Elternabend in den Klassen besprochen.
  • Informationen an Dritte, z.B. Presse, nur in Absprache mit der Einsatzleitung der Polizei durch Schulleitung und Vorstand. Auskunftsverweigerungsrecht § 55 StPo gilt für alle.
  • Vorstand, Schulamt / evtl. Regierung von Oberbayern verständigen.

3.3 Maßnahmen bei anderen außergewöhnlichen Ereignissen (z.B. Tod, Suizid,...)

  • Ruhe bewahren und versuchen die Situation einzuschätzen sowie die SchülerInnen zu beruhigen
  • evtl. Verstärkung holen (KollegInnen, Hausmeister, ...) ggf. Kontaktaufnahme über Handy mit der Polizei 110.
  • Wenn möglich sofort die Schulleitung bzw. das Büro verständigen Die Schulleitung entscheidet über das weitere Vorgehen.
  • Polizei verständigen, ggf. Feuerwehr, Notarzt
  • Direkt Betroffene und Augenzeugen von Lehrkraft betreuen lassen bzw. anders beaufsichtigen/versorgen.
  • Eltern werden in Absprache mit der Polizei verständigt.
  • Informationen an Dritte, z.B. Presse, nur in Absprache mit der Einsatzleitung der Polizei durch Schulleitung und Vorstand. Auskunftsverweigerungsrecht § 55 StPo gilt für alle.
  • Vorstand, Schulamt / evtl. Regierung von Oberbayern verständigen.

 

3.4 Amok

Zu diesem Punkt werden interne Sicherheitsvorkehrungen getroffen und jährlich mit dem Kollegium besprochen